Cristo


 

Aus dem Statut des Neokatechumenalen Weges

11.Mai 2008

  Art. 1

[Wesen des Neokatechumenalen Weges]



 1. Das Wesen des Neokatechumenalen Weges wird von Seiner Heiligkeit Johannes Paul II. definiert, wenn er schreibt: «Ich erkenne den Neokatechumenalen Weg als ein Itinerarium katholischer Formung an, gültig für die Gesellschaft und die gegenwärtige Zeit».

§ 2. Der Neokatechumenale Weg steht im Dienst des Bischofs als eine der diözesanen Durchführungsweisen der christlichen Initiation und der ständigen Glaubenserziehung.

§ 3. Der Neokatechumenale Weg, der öffentliche Rechtspersönlichkeit besitzt, besteht aus einer Gesamtheit von geistlichen Gütern:

     1. Der „Neokatechumenat“ oder Katechumenat nach der Tau
fe, siehe Titel II;

2.    die ständige Glaubenserziehung, siehe Titel III;

3.    der Taufkatechumenat, siehe Titel IV;

4.    der katechetische Dienst, siehe Titel V, der nach den dort genannten Modalitäten und Personen durchgeführt wird.

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Als die Ur-Kirche sich einer heidnischen Welt gegenüber sah, musste derjenige, der Christ werden wollte, einen «Katechumenat» beginnen, das ein Itinerarium der Formung war, um sich auf die Taufe vorzubereiten. Heutzutage hat der Prozess der Säkularisierung viele Menschen dazu bewegt, die Kirche zu verlassen und den Glauben aufzugeben. Deswegen ist ein Itinerarium der Formung zum Christentum notwendig.

Der Neokatechumenale Weg ist weder eine Bewegung noch ein Verein, sondern ein Werkzeug in den Pfarreien in Dienst der Bischöfen, um denen, die den Glaube aufgegeben haben, zum Glauben zurückzuführen. Nach seinem Anfang in einer der ärmsten Vorstädte Madrids in den 60er Jahren durch Kiko Argüello und Carmen Hernández wurde dieses Itinerarium von Cassimiro Morcillo, dem damaligen Erzbischof von Madrid, gefördet. Dieser stellte in jener ersten Gruppe sowohl eine wahre Wiederentdeckung des Wortes Gottes fest als auch eine praktische Durchführung der gerade in jenen Jahren vom Konzil geforderten Liturgischen Erneuerung. 

Als die Kongregation für den Gottesdienst diese Erfahrung in der Kirche von Madrid als positiv erkannt hatte, wählte sie dafür den Name Neokatechumenaler Weg. Es handelt sich um einen Weg der Umkehr, durch den die Schätze des Evangeliums wiederentdeckt werden können. Im Laufe dieser Jahre hat sich der Weg in mehr als 900 Diözesen in 105 Nationen mit über 20.000 Gemeinschaften in 6.000 Pfarreien ausgebreitet. 1987 wurde in Rom das missionarische internationale Priesterseminar «Redemptoris Mater» gegründet, in dem junge Männer aufgenommen werden, deren Berufung in einer Neokatechumenalen Gemeinschaft heranreifen konnte. Sie stellen sich zur Verfügung, um in die Welt überallhin gesandt zu werden. Nach und nach konnten viele Bischöfe der Erfahrung von Rom folgen. Mittlerweiler gibt es mehr als 70 diözesane missionarische Priesterseminare «Redemptoris Mater». In ihnen absolvieren über tausend Seminaristen ihre Ausbildung.

Dem Appell des Papstes für die Neuevangelisierung sind viele Familien, die den Weg gegangen sind, gefolgt und haben sich zur Verfügung gestellt, um die Mission der Kirche zu unterstützen, indem sie in die säkularisiertesten und entchristianisiertesten Gegenden der Welt gezogen sind, um dort die Entstehung neuer missionarischer Pfarreien vorzubereiten.